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Fortgeschritten10–16 Stunden

KI-Business-Case Evidence Pack

Erstelle einen entscheidungsreifen KI-Business-Case, in dem ROI, Risiko, Kontrollen und Qualitätsnachweise getrennt bleiben statt in einer attraktiven Zahl zu verschwinden.

Business CaseROI-ModellierungRisikoanalyseEvaluationsdesignDecision Governance

Szenario

Aufgabe

Ein KI-Pilot wirkt überzeugend und eine Vendor-Fallstudie verspricht zweistelliges Uplift. Das Management braucht eine Skalierungsentscheidung. Erstelle einen Business Case, der provider-reported Metriken von eigenen Messungen trennt, Review-, Retry- und Fehlerkosten berücksichtigt, Unsicherheit sichtbar macht und Release- sowie Stop-Kontrollen statt optimistischem Spreadsheet-Theater definiert.

Schrittweise Umsetzung

1. Baseline vor KI fixieren

Ergebnis: Der Business Case besitzt einen überprüfbaren Referenzpunkt.

Aufgaben

  • Denominator und Arbeitseinheit definieren
  • Volumen-, Zeit-, Kosten-, Fehler- und Outcome-Baseline erfassen
  • Direkte Kosten von Opportunitätskosten trennen
  • Datenlücken und Confidence kennzeichnen

Prüfungen

  • Kein Benefit ohne Baseline-Denominator
  • Durchschnittswerte verdecken keine teuren Tail Cases
  • Die Baseline hat Owner und reproduzierbare Quelle

2. Kosten pro erfolgreicher Aufgabe berechnen

Ergebnis: Token- oder API-Preis verdeckt nicht länger die realen Betriebskosten.

Aufgaben

  • Inference-, Retrieval- und Tool-Kosten hinzufügen
  • Retries, Fallbacks und Fehlversuche einbeziehen
  • Human-Review- und Eskalationsrate schätzen
  • Observability-, Support-, Incident- und Governance-Overhead ergänzen

Prüfungen

  • Der Kosten-Denominator ist ein erfolgreich verifiziertes Ergebnis
  • Failure Handling und Review werden ohne Evidenz nicht mit null angesetzt
  • Das Szenario enthält Low-, Base- und High-Annahmen für Volumen und Qualität

3. Reported Claims, eigene Evidenz und Annahmen trennen

Ergebnis: Externe Fallstudien gelten nicht als kausaler Nachweis für das eigene Unternehmen.

Aufgaben

  • Jede Zahl als measured/internal, provider-reported, independent external oder assumption kennzeichnen
  • Transferannahmen dokumentieren
  • Sensitivität für Adoption, Qualität, Review Rate und Unit Cost modellieren
  • Claims bestimmen, die vor Skalierung ein Experiment benötigen

Prüfungen

  • Provider-Metriken werden nicht als interne Baseline verwendet
  • ROI hängt nicht von einer versteckten optimistischen Annahme ab
  • Ein Downside-Szenario deckt Quality-, Adoption- oder Cost-Misses ab

4. Economics mit Qualität, Risiko und Rollout verbinden

Ergebnis: Die Go/No-Go-Entscheidung berücksichtigt Evidenz und Control Readiness statt nur Expected Value.

Aufgaben

  • Quality-, Safety- und Business-Schwellen definieren
  • Autonomie und Rollout-Stufe an Control Evidence binden
  • Canary oder Holdback und authoritative Outcome Tracking ergänzen
  • Rollback- und Kill-Trigger sowie Review Cadence dokumentieren

Prüfungen

  • Positiver ROI überstimmt keinen kritischen Safety- oder Control-Fehler
  • Business-KPI und Model-Quality-KPI bleiben getrennt
  • Production Corrections aktualisieren Eval Set und finanzielle Annahmen

Akzeptanzkriterien

  • Baseline, KI-Kosten und erwarteter Nutzen haben explizite Denominatoren und Quellen
  • Kosten pro erfolgreicher Aufgabe enthalten Retries, Failures, Review und operativen Overhead
  • Provider-reported Metriken sind von interner oder unabhängiger Evidenz und Annahmen getrennt
  • Sensitivitätsanalyse zeigt den Downside bei schlechteren Quality-, Adoption- oder Cost-Annahmen
  • Das Go/No-Go-Memo enthält Quality-, Risk-, Economics-, Rollout- und Kill-Schwellen mit Ownern

Materialien vor der Umsetzung